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Kulturg.u.t

kulturg.u.t. - Kultur medial

Wie weit kann die freie Kulturszene mit ihren Organisations-, Produktions- und Veranstaltungsformen, ihren Kooperations-, Förder-, Finanzierungsmodellen, ihrem Content und ihrer Lebensart den Rundfunk (Radio, TV, Internet) bereichern oder ergänzen? Wie provoziert man sich zu neuen Formen der Kunstproduktion und Kulturvermittlung?

Und umgekehrt: Können Inhalte und Sendeleistung, Recherche- und Analysefähigkeit, Dokumentations- und Archivierungspotentiale des etablierten Rundfunks und der anderen Medien einerseits und künstlerischer oder journalistischer Internet-Projekte andererseits zu einem neuen, anderen, erweiterten "Sendungs-Bewusstsein" der Performing Arts führen?

Wie können von Künstlern verantwortete Medienangebote - über Abbildung, Kritik und Service weit hinaus - funktionieren? Wie könnte Radio - vom User zuhause zu empfangender Content - auch jenseits einer Gleichzeitigkeit des Hörens funktionieren? Wie arbeiten Künstler und Produzenten der Performing Arts jenseits des fixen Ortes? - Das sind grundsätzliche Herausforderungen an Medien und Künstler in den kommenden Jahren. kulturg.u.t. will solchen Fragen mit einem Pilotprojekten für neue Formate, Medien und Kunstformen nachgehen und vorausexperimentieren.

Die Projekt gliedern sich in drei - aufeinander aufbauende - Ebenen:

- cultural affairs - Fortbildung junger Kunst- und Medienschaffender
Zweimal im Jahr - im Frühjahr und im Herbst - treffen sich zwölf Stipendiaten aus Kunst, Kultur und Medien für eine Woche zu einer gegenseitigen und interdisziplinären Fortbildung und zu gemeinsamen Brainstormings. Sie arbeiten mit Entwicklern, Entscheidern und Förderern aus Medienszene und Kunstwelt.

- cultural content - Format-Werkstatt
Vom Trailer über lebende Veranstaltungskalender, frische Kolumnen und Rubriken bis zum interkulturellen und spartensprengenden TV-Magazin, vom akustischen Programmheft über Themenabende bis zum Print-Kulturstadt-Journal entwickeln und produzieren junge Journalisten und Medienmacher, Darstellungs-Künstlerinnen und Veranstaltungsfüchse in direkter Kooperation mit Kultureinrichtungen, Produzenten und Medienhäusern neue, innovative Medienprodukte.

- cultural industry - Pilot-Produktion
Einzelne Projekte werden konkret bis zur Produktionsreife entwickelt und dann nach Möglichkeit "am Markt", on air getestet.

Eine neue Keimzelle des Wettstreits um gute Ideen und eine bessere (Medien-, Kunst-) Welt soll neues Selbstbewusstsein im Ringen und Kämpfen um Weltwahrnehmung und "Live Art" schaffen: In welcher Art und Dosis sind Kunst und Kultur in populären Formaten zuhause? Wieviel Inhalt darf's denn sein? Einschalten erwünscht, abschalten erlaubt!

Das Projekt soll als offene Plattform der Begegnung von Kulturen, Künsten und Generationen und als Strukturmodell für Kooperation und Koproduktion von Kulturszene und Medien entwickelt werden: Ein “Offener Kulturkanal" für eine Kulturstadt Europas, ein kunstvolles Campusradio der Alltagskulturen, medialer Marktplatz im Globalen Dorf: Wir produzieren keinen Service und kein Inforadio, wir betreiben kein Nachahmungs-Medium als Beschäftigungstherapie und wir produzieren vorläufig kein Wirtschaftsprodukt - wir machen niemandem Konkurrenz!
Wir arbeiten am Rand des Mainstreams, besetzen lustvoll seine Nischen und begeistern uns - mitten in der “GLocalisation" - für Spezialitäten und mediale Feinkost, immer mit schrägem Blick ins Populäre und kompetenter Hingabe an Qualität und Originalität.

Dabei kann Bremen nicht mit klassischen Produktionsbedingungen protzen - wohl aber zeitgemäße und zukunftsweisende Produktionsgegebenheiten, innovative Koproduktionsmodelle und eine neue Verzahnung von Inhalt, Präsentation und Technik erproben. Es war eine der wesentlichen Stärken von Radio Bremen als kleinstem ARD-Sender, als medialer Trendsetter programmatische Innovationen entwickelt zu haben: Erste Pop-Sendungen (Popkarton, Rizz), erste reine Jugendwelle und erstes Kulturradio in den 80ern, richtungweisende Fernsehformate ("III nach 9", Beat-Club, Musikladen, Extratour, total normal, buten & binnen) und Stil bildende Unterhaltungskompetenz (Loriot , Am laufenden Band, Hape Kerkeling, Harald Schmidt), eine Kultur prägende Jazz-und-Pop-Redaktion mit innovativen und hochqualitativen Produktionen - die Spuren sind nicht nur in der lokalen Szene noch deutlich. An diese Tradition will kulturg.u.t. mutwillig anknüpfen: selbst redend, selbstbewusst, sehenden Auges und mit hörenden Ohren.











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